Martin Pohl ist Leitender Wissenschaftler bei DESY und Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam; er arbeitet im Bereich Astroteilchenphysik. Er untersucht energiegeladene Teilchen im Universum, ihren Ursprung, ihre Wechselwirkung mit ihrer Umgebung und ihre Zerfallsprodukte. Das Universum birgt Systeme, die in der Lage sind, einzelne Teilchen um einige Größenordnungen höher zu beschleunigen, als es mit von Menschen gebauten Beschleunigern möglich ist. Was diese Systeme antreibt, ist eine der Hauptfragen in der Physik, und sie zu verstehen hat weitreichende Auswirkungen. Zu den wissenschaftlichen Fragen zählen beispielsweise folgende: Wie beschleunigen kosmische Quellen Teilchen auf sehr hohe Energien? Wie werden in hochmassiven Schwarzen Löchern Strahlen und energetische Teilchen geformt? Aus was besteht die dunkle Materie im Universum?

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 2009 Leitender Wissenschaftler bei DESY
Seit 2009 Professor an der Universität Potsdam
2007-2009 Außerordentlicher Professor an der Iowa State University, USA
2003-2007 Lehrbeauftragter an der Iowa State University, USA
2002-2003 Dozent an der Ruhr-Universität in Bochum
1999-2002 Forschungs- und Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität in Bochum
2002 Habilitation in Theoretischer Physik an der Ruhr-Universität in Bochum
1997-1998 Mitarbeiter in der Forschung am Danish Space Research Insitute, Kopenhagen
1994-1997 Forschungsmitarbeiter am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching
2002 Forschungsmitarbeiter am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn
1991 Doktor der Physik, Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn