Georg Weiglein ist Leitender Wissenschaftler bei DESY und Gastprofessor der Universität Durham (Großbritannien). Sein Hauptforschungsgebiet ist Elementarteilchenphysik, insbesondere Higgs-Physik, supersymmetrische Erweiterungen des Standardmodells der Teilchenphysik, elektroschwache Präzisionsphysik, Renormierung spontan gebrochener Eichtheorien sowie das Zusammenspiel von Physik am Large Hadron Collider (LHC) und möglichen zukünftigen Beschleunigern. Nach der spektakulären Entdeckung des Higgs-Teilchens am LHC ist nun das Hauptziel, die zugrunde liegende Physik dieses Teilchens zu identifizieren und den Mechanismus der elektroschwachen Symmetriebrechung zu bestimmen, die dafür verantwortlich ist, fundamentalen Teilchen eine Masse zu geben. Die Forschung auf diesem Gebiet, die durch das enge Zusammenspiel von Theorie und Experiment gekennzeichnet ist, könnte Zugang zur grundlegenden Physik hinter dem Standardmodell der Teilchenphysik liefern.

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 2009 Leitender Wissenschaftler bei DESY, Hamburg
2007-2009 Full Professor, Department Physik, University of Durham, United Kingdom
2004-2007 Reader, Department Physik, Universität Durham, UK
2001-2004 Lecturer Department Physik, Universität Durham, UK
1999-2001 Wissenschaftler am CERN, Genf, Schweiz
1996-1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Karlsruhe
1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld
1995 Doktor der Physik an der Universität Würzburg, Doktorvater Prof. Dr. Manfred Böhm
1988-1989 Studium der Physik an der Universität Stony Brook, USA
1985-1991 Studium der Physik an der Universität Würzburg

 

Mitgliedschaften

Seit 2013 Mitglied „Wissenschaftlicher Beirat des Physikzentrums Bad Honnef“
Seit 2013 Mitglied der Interessenvertretung der Particle Data Group
Seit 2006 Mitglied der Particle Data Group (Projektleitung von Higgs und SUSY (bis 2012) particle listings)

Publikationen (Auswahl)

S. Heinemeyer, W. Hollik and G. Weiglein, “The Masses of the neutral CP - even Higgs bosons in the MSSM: Accurate analysis at the two loop level,” Eur. Phys. J. C 9 (1999) 343 [hep-ph/9812472].
M. Awramik, M. Czakon, A. Freitas and G. Weiglein, “Precise prediction for the W boson mass in the standard model,” Phys. Rev. D 69 (2004) 053006 [hep-ph/0311148].
M. Duhrssen, S. Heinemeyer, H. Logan, D. Rainwater, G. Weiglein and D. Zeppenfeld, “Extracting Higgs boson couplings from CERN LHC data,” Phys. Rev. D 70 (2004) 113009 [hep-ph/0406323].
G. Weiglein et al. [LHC/LC Study Group Collaboration], “Physics interplay of the LHC and the ILC,” Phys. Rept. 426 (2006) 47 [hepph/
0410364].
S. Heinemeyer, O. Stal and G. Weiglein, “Interpreting the LHC Higgs Search Results in the MSSM,” Phys. Lett. B 710 (2012) 201 [arXiv:1112.3026 [hep-ph]].