Kosmische Teilchenbeschleuniger

Kosmische Teilchenbeschleuniger


Die geladenen kosmischen Teilchen werden durch Magnetfelder abgelenkt, wodurch sich ihre Ausbreitungsrichtungen ständig ändern. Deshalb können Wissenschaftler bei der Messung auf der Erde nicht mehr auf ihren Ursprungsort schließen. Anhand der Energie, die ein Teilchen der primären kosmischen Strahlung besitzt, können die Astroteilchenphysiker aber abschätzen, wo der wahrscheinlichste Ursprungsort liegt.

Es werden folgende drei Unterscheidungen getroffen:

  • Teilchen einer Energie bis 109 eV entstammen wahrscheinlich der Sonne. Der Sonnenwind und Sonneneruptionen beschleunigen die Teilchen, sodass sie unsere Erdatmosphäre erreichen können.
  • Teilchenenergien von 1010–1016 eV werden in galaktischen Quellen in der Milchstraße erzeugt. Als wahrscheinlichste Beschleuniger gelten Pulsare, Doppelsternsysteme und die Schockwellen von Supernova-Explosionen.
  • Teilchen mit Energien im Bereich 1016–1020 eV sind sehr selten und werden extragalaktischen Quellen im Weltall zugewiesen. In aktiven galaktischen Kernen gibt es Mechanismen, die die Teilchen auf derartig hohe Energien beschleunigen könnten. Wie Teilchen solch hohe Energien erreichen können und ob diese Energie eine obere Grenze darstellt, ist nicht eindeutig geklärt.
 
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