Wilfried Buchmüller ist Professor für theoretische Elementar­teilchen­physik an der Universität Hamburg und Leitender Wissenschaftler bei DESY. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Schnittstelle zwischen Teilchenphysik und Kosmologie: Die im Standardmodell der Teilchenphysik beschriebenen fundamentalen Naturgesetze zeigen bei immer kleineren Abständen zunehmend größere Symmetrien. Folgt man diesem Prinzip über das Standardmodell hinaus, so wird man auf supersymmetrische Theorien geführt, die elektromagnetische, schwache und starke Wechselwirkungen in vier oder mehr Raumzeitdimensionen auf eine einzige Wechselwirkung zurückführen. Die Physik bei kleinsten Abständen ist eng verknüpft mit der Entwicklung des frühen Universums, insbesondere mit der Materie-Antimaterie-Asymmetrie, der dunklen Materie und dem kosmischen Gravitationswellenhintergrund.

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 1992 Professor an der Universität Hamburg
Seit 1990 Leitender Wissenschaftler bei DESY
1990 Gastwissenschaftler am Institute for Theoretical Physics, Santa Barbara, USA
1986-1990 Professor (C4) für Theoretische Physik an der Universität Hannover
1984-1986 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am CERN, Genf
1981-1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Physik, München
1979-1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Cornell Universität und am Fermi National Accelerator Laboratory, USA
1977-1979 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn
1975-1977 Promotion an der Universität Bonn
1968-1974 Studium der Physik an der Universität Bonn und am Imperial College, London

Mitgliedschaften

Seit  2007 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
2005-2009 Sprecher des Virtuellen Instituts „Particle Cosmology“ (VIPAC) der Helmholtz-Gemeinschaft
Seit 2005 Mitglied des redaktionellen Beirats des Journal for Cosmology and Astroparticle Physics
Seit 1990 Mitglied verschiedener Gutachter- und Beratungsgremien der Alexander von Humboldt Stiftung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, des Europäischen Forschungszentrums CERN und anderer Einrichtungen im Ausland