Gerhard Grübel ist Professor an der Universität Hamburg und leitet die Forschungsgruppe bei DESY, die sich mit kohärenter Röntgenstreuung befasst. Die Gruppe untersucht die Struktur und Dynamik komplexer und molekularer Flüssigkeiten sowie magnetische Materialien mit kohärentem Röntgenlicht aus Speicherringquellen und aus Freie-Elektronen-Lasern. Grübel hat die neuen kohärenzbasierten Streumethoden XCCA (X-ray Cross Correlation Analysis) und XPCS (X-ray Photon Correlation Spectroscopy) mitentwickelt. Für letztere Arbeiten wurde er im Jahr 2009 mit dem „Arthur H. Compton Award“ der Advanced Photon Source APS am Argonne National Laboratory (USA) ausgezeichnet. Für XPCS-Messungen an Freie-Elektronen-Lasern hat die Gruppe einen neuartigen Röntgenautokorrelator entwickelt. An magnetischen Materialien untersucht seine Arbeitsgruppe schnelle Entmagnetisierungprozesse mit Pump-Probe-Methoden und weichem Röntgenlicht aus Freie-Elektronen-Lasern (FLASH, LCLS und FERMI). Gerhard Grübel forscht zudem im Exzellenzcluster CUI (The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging) und ist im Sonderforschungsbereich SFB 925 (Light Induced Dynamics and Control of Correlated Quantum Systems) aktiv. Er ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gremien und Co-Editor der Fachzeitschrift Journal of Synchrotron Radiation.

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 2011 Professor an der Universität Hamburg
Seit 2003 Leitender Wissenschaftler bei DESY und Leiter der Coherent X-ray Scattering Gruppe (FS-CXS)
2003-2004 Leiter der Soft Condensed Matter Gruppe an der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF), Grenoble, Frankreich
1991-2003 Wissenschaftler und Beamline-Verantwortlicher, an der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF), Grenoble, Frankreich
1988-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Physics Department am Brookhaven National Laboratory Upton, New York, USA
1987 Promotion an der Universität Konstanz
1982 Diplom der Physik an der Universität Konstanz