Schwerpunkt Beschleuniger

Mit beinahe 60 Jahren Erfahrung in der Beschleunigerphysik gehört das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY zur Weltspitze der Beschleunigerzentren. Möglich ist dies nur mit den vereinten Kräften zahlreicher Experten aus den unterschiedlichsten Spezialgebieten. Bei DESY arbeiten über 600 Menschen an der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Teilchenbeschleunigern – in enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industriefirmen in Deutschland und weltweit. 

Die in diesem Schwerpunkt angebotenen Projekte sind zum Teil sehr technisch und weniger "physikalisch". Besonders interessant kann dies zum Beispiel für Lehrerinnen und Lehrer an einer Berufsschule sein!

Die folgenden Forschungs- und Servicegruppen haben sich seit 2017 an der DESY-Lehrerfortbildung beteiligt:

Technische Infrastruktur

Die Gruppe MKK betreibt die Technische Infrastruktur für die Beschleuniger, Experimentiergebiete und Gebäude bei DESY. Dazu gehören die Starkstrom-, Magnet- und Senderstromversorgung, die Wasserkühlung, Brunnenwasseraufbereitung, Druckluftanlagen sowie die Beheizung, Belüftung, Klimatisierung und Entrauchung. Der Aufgabenbereich umfasst die Planung, Beschaffung, Inbetriebnahmen und den Betrieb der Anlagen.

Hochfrequenztechnik

Die Mitarbeiter der Hochfrequenzgruppe MHFe projektieren, planen, bauen und betreiben Antriebsmaschinen für Teilchenbeschleuniger. Das dazu erforderliche Spektrum der Arbeitsgebiete erstreckt sich von allgemeiner Anlagentechnik über Hochfrequenz-, Hochspannungs- und Informations- bis zur Vakuumtechnik.

Strahlenschutz bei DESY

Von der Handhabung einer winzigen radioaktiven Quelle zum Testen von Detektorkomponenten bis hin zum Betrieb der großen, viele Kilometer langen Beschleuniger – bei DESY tritt an vielen Stellen ionisierende Strahlung auf. Die Strahlenschutzgruppe von DESY hat die Aufgabe die gesetzlichen Vorschriften umzusetzen, um so die Gesundheit der Mitarbeiter und der Bevölkerung sowie die Unversehrtheit der Umwelt sicherzustellen. Dazu gehören u.a. die Organisation des Strahlenschutzes, verschiedene Arten der Dosimetrie und Strahlungsmessung, eigene Detektorentwicklung, Umgang mit radioaktiven Quellen und Stoffen, Konzeption und Prüfung der Interlocksysteme, sowie Planung, Bau und Rückbau von Großbeschleunigern aus Sicht des Strahlenschutzes.

Theoretische Strahldynamik

Woher weiß man eigentlich, wo genau die Teilchen im Beschleuniger gerade unterwegs sind? Um das herauszufinden, bedarf es nicht nur moderner Diagnostik, sondern natürlich auch einiger theoretischer Vorüberlegungen. Mathias Vogt aus der Arbeitsgruppe FLASH kennt sich mit theoretischer Strahldynamik aus und hat gemeinsam mit Schülerpraktikanten einen Tracking‐Code entwickelt, der einem die Untersuchung einer Vielzahl grundlegender Fragen der Beschleunigerphysik erlaubt. Dieser Tracking‐Code durfte im Rahmen der DESY-Lehrerfortbildung benutzt und erweitert werden.