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Begeisterung in der
Grundlagenforschung (unter den Physikern) ist für jemanden
wie mich, der nicht selber forscht, ziemlich schwer nachvollziehbar.
Und ich denke mal, das geht Euch ganz genauso.
Die nachfolgende Liste
verdeutlicht aber für jedermann eindrucksvoll, welche ungeheuren
Auswirkungen Röntgens Entdeckung hatte und wieviele Physiker
sich im Laufe der Zeit mit dem Thema auseinandersetzten. Es ist
eine Liste der Nobelpreisträger, die die wichtigsten
Fortschritte auf dem Gebiet der Forschung mit Röntgenstrahlen
erzielt haben, und deren Entdeckungen alle auf der von 1895 basieren.
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Jahr |
Empfänger |
Entdeckung (+ Erklärung) |
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1901 |
W.C. Röntgen |
Entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahr 1895.
Hierüber gab es in diesem Kapitel, glaube ich, schon genug
zu lesen. Ich hoffe, daß keine Eurer Fragen unbeantwortet
blieb - und wenn doch, kann man mir auch
mailen!!! |
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1914 |
M. v. Laue |
Röntgen-Interferenzen an Kristallen (1912)
Max von Laue schlug 2 Fliegen mit einer Klappe. Mit seinem
Versuch bewies er den Wellencharakter der Röntgenstrahlung
und erbrachte den eindeutigen Beweis für die Vermutung,
daß die Atome eines Kristalls regelmäßig angeordnet
waren.
Laue bestrahlte einen Kristall und plazierte dahinter eine
Fotoplatte.
Anstatt eines gleichmäßig belichteten kreisförmigen
Flecks (Strahlen passieren den Kristall unbeeinflußt) war
auf der Fotoplatte ein Muster mit vielen Punkten zu erkennen,
in denen sich die Röntgenstrahlen konzentriert hatten; sie
waren also abgelenkt worden. Anhand dieser Tatsache ließen
sich die oben genannten Schlüsse ziehen. |
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1915 |
W.H. und W.L. Bragg |
Röntgen-Beugung an Kristallen
Vater und Sohn Bragg erhielten den Nobelpreis für
die erstmalige mathematische Erfassung des Zusammenhangs zwischen
der Struktur des bestrahlten Kristalls (z.B. Abstände zwischen
den Gitterebenen oder die Symmetrie des Kristalls (kubisch,
hexagonal ...)
und des vom Kristall reflektierten Röntgenlichts. Das Interessante
ist nämlich, dass bedingt durch die jeweiligen Eigenschaften
des Atoms (teilweise oben genannt), nur eine bestimmte Wellenlänge
reflektiert wird.
Aufgrund dieser Tatsache konnte man nun die Wellenlänge
der Röntgenstrahlung bestimmen und die Struktur der
Kristalle genau berechnen. |
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1936 |
P. Debye |
Kristallpulvermethode (1915-17) (Reflexion an drehenden
Ebenen)
Debyes Entdeckung ermöglichte der Physik eine
Kristallstruktur-Untersuchung durchzuführen, auch
wenn kein Einkristall
der relevanten Probe zur Verfügung stand, wie das noch bei
den Braggs notwendig war. Nach Debye konnte man nun
auch ein unregelmäßiges Pulver von vielen Kristallen
bestrahlen und dadurch die Struktur dieser Kristalle
untersuchen.
Man bestrahlte das Kristallpulver dabei jeweils nur
mit Röntgenlicht
einer bestimmten Wellenlänge und warterte darauf, bei welcher
Wellenlänge die Strahlung reflektiert wurde. Aus dieser
Tatsache konnte man dann schließen, wie die Kristalle aufgebaut
waren. |
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