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Auch hier spielte jedermann
verrückt. Die Möglichkeiten, die das neue Licht
den Ärzten (vor allem in der Chirurgie) bot, wurden wieder
und wieder ausprobiert und ausgekostet. In der Medizin lag
anfangs der größte Anwendungsbereich; hier waren die Strahlen
so etwas wie eine Revolution. Man konnte endlich in den Menschen
hineinsehen (was natürlich zur Genüge getan wurde),
seinen Aufbau, seine Organe besser verstehen.
Leider
wusste man damals noch nichts von der Schädlichkeit
der Röntgenstrahlen bzw. hat die Gefahr im Taumel der Begeisterung
einfach nicht wahrgenommen. So kam es, dass viele Physiker
und Mediziner erkrankten und einige sogar daran starben. Erst
dadurch lernte man die Gefährlichkeit der Strahlung kennen
und begann sich zu schützen.
Der Grabstein steht vor dem Krankenhaus St. Georg in Hamburg
und listet Forscher und Mediziner auf, die an den Spätwirkungen
ihrer Experimente mit Röntgenstrahlen starben.
Und hier noch eine Karrikatur eines etwas fragwürdigen
"Onkel Doktor", der Röntgenbildern wohl auch in
Bereichen außerhalb der Medizin einiges abgewinnen kann.
Schon in den ersten Jahren nach der Entdeckung wurden zahlreiche
neue Apparaturen konstruiert,
um Röntgenstrahlen überhaupt oder besser
zu nutzen.
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Bild: |
Comic; Zentralbibliothek Luzern |
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