




 |
W.C. Röntgen starb
am 10.2.1923 im Alter von 77 Jahren. Er war bis zu seinem Tod,
weit über sein Pensionsalter hinaus, als Professor in München
aktiv.
Im Jahre 1895 hatte Röntgen
mit der Entdeckung der "X"- bzw. "Röntgen"-Strahlen
wohl das Fundament für eine völlig neue Physik und
Medizin gelegt, weshalb er dann 1901 auch den ersten Nobelpreis
für Physik verliehen bekam.
Es ist jedoch auch bekannt,
dass ihm der ganze Wirbel um sich und seine Entdeckung schwer
zu schaffen machte. Zu seinem Freund Ludwig Zehnder schrieb er
zum Beispiel kurz nach seiner Entdeckung: "Am 1. Januar
schickte ich die Separatabzüge ab, und nun ging der Teufel
los. Die Wiener Presse blies zuerst die Reklametrompete, und
die anderen folgten. Mir war nach einigen Tagen die Sache verekelt;
ich kannte aus den Berichten meine eigene Arbeit nicht wieder ...
allmählich habe ich mich an den Rummel gewöhnt, aber
Zeit hat der Sturm gekostet."
Nachdem er 1900 nach München
gegangen war, zog er sich immer mehr zurück. Er fühlte
sich dort anscheinend auch nicht so wohl wie in Würzburg.
Dann wurde auch noch seine Frau Bertha krank, welche er bis zu
ihrem Tode im Jahre 1919 sehr gewissenhaft pflegte.
Wilhelm Conrad Röntgen
war ein Mann, der durch seine Entdeckung und sein Wirken allgemein
für immer in unsere Geschichte, vor allem aber in die der
Physik eingegangen ist. |