DATEN ANALYSE - National Analysis Facility NAF Physikanalyse für LHC und ILC

Austausch und Zusammenarbeit innerhalb der Teilchenphysik in Deutschland zu fördern – das ist das erklärte Ziel des Analysezentrums der Helmholtz-Allianz „Physik an der Teraskala“ bei DESY. Das Zentrum unterstützt die Teilchenphysiker an den deutschen Universitäten bei der Datenanalyse der LHC-Experimente und den Vorbereitungen für den geplanten internationalen Linearbeschleuniger ILC.

Analysezentrum für LHC und ILC

Hier entwickeln die Experten unter anderem grundlegende Werkzeuge und Computeralgorithmen für die Datenanalyse. Diese Werkzeuge können dann von allen Partnern der Helmholtz-Allianz verwendet werden. Ein Beispiel: Hat jemand einen neuen, effizienten Algorithmus für die Datenanalyse ausgetüftelt, fungiert das Analysezentrum als zentrale Schaltstelle und gibt den Algorithmus an alle Forscher weiter, die von ihm profitieren könnten.

Außerdem können sich die Mitglieder der Helmholtz-Allianz bei technischen Problemen an das Analysezentrum wenden. Entweder vermag es die Fragen direkt zu beantworten, oder es vermittelt an andere Experten, die helfen können. Und in den „Schulen“ – einwöchigen Intensivkursen zum Thema Analyse – haben Postdocs und Doktoranden die Gelegenheit, mit Experten über ihre Projekte zu diskutieren. Neben dem Grid-Computing sowie der Detektor- und Beschleunigerentwicklung stellt das Analysezentrum bei DESY eine der zentralen Säulen der Helmholtz-Allianz „Physik an der Teraskala“ dar.

National Analysis Facility (NAF) bei DESY

Zur Infrastruktur des Analysezentrums bei DESY gehört auch die National Analysis Facility (NAF), ein Rechnerkomplex, der eng an das Tier-2-Zentrum des LHC Computing Grid bei DESY angebunden ist und allen Allianz-Mitgliedern Computerressourcen für die Physikanalyse zur Verfügung stellt. Denn nicht immer ist es nötig, die Berechnungen für die Analyse der Daten auf dem großen, weltumspannenden Grid laufen zu lassen. Möchten die Experten zum Beispiel neue Ideen für Algorithmen und Computerverfahren ausprobieren, können sie das auf einer überschaubaren Rechnerstruktur meist deutlich unkomplizierter und rascher erledigen als im globalen Grid. Dazu dient im Rahmen der Helmholtz-Allianz die NAF bei DESY.

Der Rechnerverbund bei DESY in Hamburg und Zeuthen besteht aus rund 1000 Prozessoren und einem zusätzlichen Speicherplatz von ungefähr 500 Terabyte. Damit gewährleistet die NAF einen schnellen, interaktiven Zugang zu den Messdaten der Experimente und bietet den Allianz-Partnern wertvolle zusätzliche Ressourcen, um diese Messdaten zu analysieren. Bei Bedarf geben NAF-Ansprechpartner hierbei Unterstützung, insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs.