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TESLA bringt Forschung ins Umland
Nur fünfzehn Kilometer nordwestlich von Hamburg entfernt ist von der Millionenstadt nichts mehr zu spüren. Grüne Weiden und Felder, so weit das Auge reicht. Inmitten dieser Schleswig-Holsteinischen Idylle liegt das Dorf Ellerhoop: Eigenheime und Gehöfte, eine Baumschule und das "Arboretum", eine Parkanlage, prägen das Bild des kleinen Ortes, der in der Beschleunigerphysik einmal eine Hauptrolle spielen soll. Doch zurück zu DESY im Westen Hamburgs. Dort wird der 33 Kilometer lange Tunnel des Teilchenbeschleunigers TESLA seinen Anfang nehmen. Um später auch DESYs Beschleuniger HERA mit in die Experimente einbeziehen zu können, muss sich TESLA an eines der vier geraden Teilstücke des Ringbeschleunigers anschmiegen. Bedenkt man nun, dass mehrere Versorgungshallen und ein Forschungszentrum entlang der 33 Kilometer Platz haben sollen und keine Elbe im Weg sein darf, bleibt nur die Strecke in den Landkreis Pinneberg.
Und genau auf halbem Wege liegt Ellerhoop. In zwanzig Metern Tiefe unter der kleinen Gemeinde, spielen sich im Tunnel die entscheidenden Szenen ab: Hier treffen Elektronen aus dem Süden und Positronen aus dem Norden aufeinander. Deshalb soll hier in Ellerhoop ein ca. 40 Hektar großes Forschungsgelände entstehen. Eine der Experimentierhallen wird sich sogar unter der Erde befinden - in gleicher Tiefe wie der Tunnel. Im Forschungszentrum bei Ellerhoop werden sich sowohl Teilchenphysiker tummeln wie auch Wissenschaftler, die mit den in TESLA integrierten Röntgenlasern forschen wollen.
In den Experimentierhallen, Werkstätten, Büros, Diskussionsräumen, Hörsälen und Versorgungseinrichtungen werden also stets einige hundert Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Studenten ihrer Arbeit nachgehen. Außer den Institutsgebäuden in Ellerhoop wird man auf der ganzen Strecke von außen noch sieben oberirdische Versorgungsstationen für die Kältetechnik und den Tunnelzugang sehen können. Der Tunnel reicht schließlich bist zum kleinen Ort Westerhorn. Westerhorn ist der Umlenkpunkt für die Positronen. Sie werden in Ellerhoop erzeugt und dann - ganz wie ein Flugzeug auf seinem Weg zur Startbahn - nach Westerhorn geleitet, wo die Beschleunigungsstrecke beginnt.
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