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Sicherheit bei TESLA
Wenn hohe Energien im Spiel sind, wenn Elementarteilchen mit unvorstellbaren Geschwindigkeiten durch Tunnel rasen, wenn bei ihrem Zusammenprall dann urknallähnliche Kräfte freiwerden, muss das doch gefährlich sein, oder? Nein! Teilchenphysik ist ein sehr sicherers Metier.

DESYs Erfahrung

Auch HERA verläuft
unter bewohntem Gebiet.

DESY ist weltweit das Forschungsinstitut mit der umfassendsten Erfahrung im Betrieb von Teilchenbeschleunigern in der Nachbarschaft von Wohngebieten. So liegt DESY in Hamburg selbst inmitten der Stadtteile Bahrenfeld und Groß Flottbek. Der 6,3 Kilometer lange HERA-Beschleuniger befindet sich in einem unterirdischen Tunnel, der teils unter dem Hamburger Volkspark und teils unter Wohn- und Gewerbegebiet verläuft. Er ist seit 1992 rund um die Uhr in Betrieb - ohne Auswirkungen auf die Umwelt.

Während des Bertriebes sorgen beste Sicherheitsvorkehrungen dafür, dass sich niemand im Ring aufhält. Bei Wartungen ist der Ring risikolos begehbar.

Strahlung
Ein Beschleuniger erzeugt weder Lärm noch giftige Abgase, er kann auch nicht explodieren. Allerdings erzeugt er im Betrieb Strahlung, die während des Betriebs den Aufenthalt in seiner unmittelbaren Nähe - also im Tunnel - verbietet. Da der Tunnel aber tief genug unter der Erdoberfläche verläuft, ist die nach oben gelangende Strahlung vernachlässigbar gering: Ihr Pegel wird beim TESLA-Beschleuniger an der Erdoberfläche weniger als ein Hundertstel der natürlichen - stets in unserer Umwelt vorhandenen - Strahlung betragen. Diese Angabe beruht auf Berechnungen und Erfahrungswerten der DESY-Wissenschaftler und ist durch zwei unabhängige Gutachten bestätigt worden, die vom Öko-Institut in Darmstadt und vom TÜV Nord in Hamburg angefertigt wurden.

Von TESLA geht
keine Gefahr aus.

Betriebsstörung
Kann bei einer Betriebsstörung etwas passieren? Nein, denndann würde die Beschleunigung der Teilchen abrupt aufhören. Die gerade in der Anlage befindlichen Elektronen und Positronen würden in einem massiven Block tief unter der Erde eingefangen, genauso wie es auch während des Betriebs nach der Teilchenkollision geschieht. Bei einer Störung kann keine Strahlung in die Umwelt gelangen, und ein Beschleuniger enthält - anders als ein Kernreaktor - auch keinen radioaktiven Brennstoff. Eine Anlage wie TESLA kann daher ohne Risiken unter besiedeltem Gebieten gebaut werden. Von ihr gehen keine Gefährdungen für die Umwelt aus.

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