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Eins
und Eins ist Null
Nicht immer. Aber doch immer wieder dann, wenn Wellen im Spiel sind. Ob nun
bei Licht oder Schall - manchaml sucht man vergebens, wo man richtig viel erwartet.
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Ein
typisches Interferenzmuster
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Wie entsteht Schall? Wenn Sie beispielsweise eine Stimmgabel anschlagen, gerät diese in Schwingung. Ganz kleine Bewegungen, hin und her - bis zu mehreren tausend Malen in der Sekunde. Doch die Stimmgabel ist nicht allein. Luftmoleküle umgeben sie und schwingen mit. Diese Teilchen haben wiederum Nachbarn, die auch schwingen und so weiter: Eine Schallwelle - eine regelmäßige Störung der Luft - entsteht und macht sich auf den Weg in Ihr Ohr. Dort drücken und ziehen die schwingenden Luftteilchen abwechselnd an Ihrem Trommelfell: Sie hören einen Ton. Bringen wir nun einen zweite Welle ins Spiel, für die "Teamgeist" ein Fremdwort ist! Sie drückt immer gerade dann gegen Ihr Trommelfell, wenn die andere daran zieht. Und umgekehrt. Der Effekt: Ihr Trommelfell verharrt in Ruhe, Sie hören überhaupt nichts, obwohl doppelt so viel Schall an Ihr Ohr gelangt. Das Fachwort: Interferenz.
Dasselbe Phänomen beobachtete der Engländer Thomas Young bei Licht. Dazu musste er zwei kleine Lichtspalte nebeneinander mit einer Lichtquelle bestrahlen. Wir erhalten auf diese Weise zwei Lichtstrahlen, die sich wenig voneinander entfernt sind. Wenn Sie auf einen Schirm treffen, sind sie daher unterschiedlich lange unterwegs. Und so kann es vorkommen, dass sich die Wirkungen beider Lichtstrahlen gerade aufheben: Es bleibt dunkel, obwohl doppel so viel Licht da ist.