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31.05.2018
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Bundesforschungsministerin Anja Karliczek besucht DESY

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Am DESY-Campusmodell lässt sich Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die Zukunftsprojekte vorstellen (v.l.: Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, Hamburgs Forschungssenatorin Katharina Fegebank, Forschungsministerin Anja Karliczek, DESY-Direktor Helmut Dosch, European XFEL-Direktor Robert Feidenhans´l, Jan Louis, Vizepräsident der Uni Hamburg, DESY-Verwaltungsdirektor Christian Harringa, Martin Hecht, Kanzler der Universität, Foto: DESY/M. Urban).
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat am heutigen Donnerstag das Helmholtz-Forschungszentrum DESY besucht. Begleitet von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank, informierte sich Ministerin Karliczek über aktuelle Projekte bei DESY, die Tätigkeiten im Wissens- und Technologietransfer und Planungen zur Erweiterung des Zentrums zum „International Science Park Hamburg“, die DESY zusammen mit seinen Forschungspartnern anstrebt. Ministerin Karliczek besichtigte bei DESY unter anderem Experimentierplätze an der hochbrillanten Forschungslichtquelle PETRA III und das Schülerlabor „physik.begreifen“. Der Besuch der Ministerin fand im Rahmen ihres Antrittsbesuchs in Hamburg statt.

„Die bei DESY gewonnenen Erkenntnisse kommen der Gesellschaft in vielfältiger Weise zugute. Dafür arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Disziplinen von Medizin und Biologie über Physik und Materialwissenschaft bis hin zur Kunstgeschichte gemeinsam bei DESY“, sagt Bundesministerin Anja Karliczek. „Rund um DESY hat der Wissenschaftsstandort eine überzeugende Entwicklung genommen. Dafür ist der im letzten Jahr eingeweihte weltweit einmalige Röntgenlaser XFEL ein weiteres Beispiel. DESY zeigt uns, welche Impulse die Grundlagenforschung auch für die Wirtschaft und die Start-up-Szene setzen kann. Deshalb investiert der Bund bei DESY jährlich rund 250 Millionen Euro.“

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Lernen mit Spaß im Schülerlabor physik.begreifen (Foto: DESY/M. Urban).
„Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des European XFEL, des größten Röntgenlasers der Welt, wollen wir mit unserer neuen Strategie DESY2030 zu neuen Ufern aufbrechen“, erklärt Prof. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums. „Wir freuen uns, Ministerin Karliczek heute unsere ambitionierten Zukunftsprojekte vorstellen zu können, die wir zusammen mit unseren mit unseren strategischen Partnern auf dem Campus verwirklichen wollen.“

Flaggschiff der neuen DESY-Strategie ist das Projekt PETRA IV. Dieser Ringbeschleuniger soll das beste 3D-Röntgenmikroskop der Welt werden und 100 Mal detailreichere Bilder von Abläufen im Nanokosmos liefern als es heute möglich ist. Damit stößt PETRA IV an die Grenze des physikalisch Machbaren. Weitere Schwerpunkte der Strategie sind die Erweiterung des Röntgenlasers European XFEL, ein neues Center for Data and Computing Science sowie die Stärkung von Technologietransfer und Innovationen. Der DESY-Standort in Zeuthen soll zu einem internationalen Zentrum für Astroteilchenphysik mit dem Fokus auf Gammastrahlen- und Neutrinoastronomie ausgebaut werden.

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Katharina Fegebank hält die nur 2,6 Mikrometer große original PETRA III-Probe eines Katalysators in Händen, Anja Karliczek einen 3D-Ausdruck in zwanzigtausendfacher Vergrößerung (Foto: DESY/M. Urban).
Auf dem Hamburger Campus plant DESY gemeinsam mit seinen Forschungspartnern, insbesondere der Universität Hamburg und European XFEL, deren Leiter ebenfalls beim Besuch anwesend waren, seine Rolle als weltweit führendes Zentrum für die Erforschung der Struktur, Dynamik und Funktion der Materie mit Röntgenstrahlung zu stärken. Der Forschungscampus soll dazu zusammen mit dem European-XFEL-Gelände in Schenefeld und einem geplanten Technologiepark in Hamburg Lurup zum „International Science Campus“ ausgebaut werden, der weltweite Leuchtkraft in der Wissenschaft und Innovation hat.

DESY ist eines von 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, die große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung in sechs Forschungsbereichen bearbeitet. Die Helmholtz-Zentren werden zu 90 Prozent durch das Bundesforschungsministerium (BMBF), zu 10 Prozent vom jeweiligen Heimatbundesland gefördert.