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02.05.2018
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DESY will Kooperation mit israelischen Partnern stärken

Große Delegation besucht Forschungseinrichtungen und Universitäten

DESY und mehrere israelische Forschungsinstitutionen wollen künftig enger zusammenarbeiten. Darauf haben sich Vertreter der jeweiligen Einrichtungen anlässlich des Besuchs einer 18-köpfigen DESY-Delegation in Israel verständigt. „Uns verbindet mit einer Reihe israelischer Partner eine lange, fruchtbare Zusammenarbeit“, betonte der Vorsitzende des DESY-Direktoriums und Leiter der Delegation, Helmut Dosch. „Diese Erfolgsgeschichte möchten wir ausbauen, indem wir bestehende Kooperationen stärken und neue knüpfen.“

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Teilnehmer des DESY Weizmann Science Forum in Rehovot. Foto: Weizmann-Institut
Die Delegation besuchte unter anderem das Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rehovot, die Technische Universität Technion in Haifa, die Universität Tel Aviv und die Hebräische Universität Jerusalem. „Es gibt großes Interesse zahlreicher DESY-Gruppen, die Zusammenarbeit mit israelischen Partnern in allen DESY-Forschungsbereichen auszubauen“, berichtete Dosch. Das Themenspektrum erstreckt sich dabei von der Teilchen- und Astroteilchenphysik über die Nano- und Lebenswissenschaften sowie die Forschung mit Röntgenlicht bis zur Beschleunigerphysik. An dem Besuch nahmen auch Vertreter des Zentrums für strukturelle Systembiologie CSSB auf dem DESY-Campus, des Zentrums für hybride Nanostrukturen CHyN der Universität Hamburg sowie des Röntgenlasers European XFEL teil, dessen Hauptgesellschafter DESY ist. Ein besonderer Höhepunkt war der Empfang in der Residenz des deutschen Botschafters Clemens von Goetze, an dem zahlreiche Vertreter aus Forschung, Innovation und auch des israelischen Forschungsministeriums teilgenommen haben.

Zu den Themen, die in nächster Zukunft gemeinsam verstärkt angegangen werden sollen, gehören unter anderem die sogenannte Multi-Messenger-Astronomie, also die Beobachtung des Weltalls mit Hilfe verschiedener Boten wie Licht, Neutrinos und Gravitationswellen, die Wasserforschung und die besonderen Experimentiermöglichkeiten am European XFEL, die auch für israelische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler offenstehen. Zudem soll es eine engere Zusammenarbeit mit dem DESY NanoLab geben, und israelische Partner sollen für eine Helmholtz Data Science Research School gewonnen werden. Für Anfang 2019 ist gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Stiftung für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (German-Israeli-Foundation GIF) bei DESY ein Workshop für junge Wissenschaftler geplant.

Erste Partnerschaften, unter anderem mit dem Weizmann-Institut in Rehovot und mit der Universität Tel Aviv, sind bei DESY bereits in den 1970er Jahren mit gemeinsamen Teilchenphysikexperimenten entstanden. In den 1980er Jahren trugen israelische Partner erheblich zum Bau des HERA-Beschleunigers sowie zur Wissenschaft mit dem HERA-Detektor ZEUS bei. An DESYs Röntgenlichtquelle DORIS III führte die israelische Forscherin Ada Yonath viele Jahre lang Voruntersuchungen für die Entschlüsselung der Struktur des Ribosoms durch, für die sie später mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Bei DESY trägt seit 2016 eine Experimentierhalle der Nachfolger-Röntgenquelle PETRA III Ada Yonaths Namen.